Was ist FASD?

FASD zählt zu den häufigsten angeborenen Behinderungen

Ist ein Kind vor der Geburt Alkohol ausgesetzt, besteht ein hohes Risiko, dass es mit einer dauerhaften Behinderung  zur Welt kommt. Fetale Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorders, FASD) zählen zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in der westlichen Welt.

Alkohol schädigt das ungeborene Leben

FASD ist der Überbegriff für ein ganzes Spektrum von Folgeerscheinungen (physische und psychische Symptome), die bei Menschen auftreten können, die vor der Geburt Alkohol ausgesetzt waren. Am bekanntesten ist das Fetale Alkoholsyndrom (FAS), auch als Alkoholembryopathie (AE) bezeichnet.

Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) ist die ausgeprägteste Form Fetaler Alkoholspektrum-Störungen und entsteht dann, wenn auf das Kind vor der Geburt häufig bzw. hohe Konzentrationen von Alkohol einwirken.

Aber auch die gelegentliche Einwirkung von Alkohol kann Schädigungen beim Kind hervorrufen, die vielfach äußerlich nicht sichtbar sind. Diese Formen sind unter den Begriffen PFAS (Partielles Fetales Alkoholsyndrom) und ARND (Alcohol-Related Neurodevelopmental Disorder) bekannt.

Obwohl äußerlich nicht oder kaum sichtbar, haben diese Menschen im Alltag mit gravierenden Problemen zu kämpfen. Sie leiden an Entwicklungsstörungen, haben Merk- und Lernschwierigkeiten, eine eingeschränkte Impulskontrolle, neigen zu sozial unangemessenem Verhalten und Hyperaktivität. Ihre Fähigkeit, Handlungen zu planen, ist eingeschränkt, und vielfach können sie aus Fehlern nicht lernen. Nicht immer sind diese Menschen geistig behindert. Viele haben einen IQ im Normalbereich.