FASD ist nicht heilbar.

Therapien helfen aber, das vorhandene Potential auszuschöpfen.

Es ist jedoch zu beachten:

WENIGER IST MEHR, das heißt, so viele Therapien wie nötig, aber so wenige wie möglich!

NICHT JEDE THERAPIE IST FÜR JEDES KIND GEEIGNET.

Auch medikamentöse Therapie kann sinnvoll sein, allerdings nur nach umfassender ärztlicher Beratung.

Geeignete Therapien können sein

  • Krankengymnastik (Physiotherapie) kann die grundlegende Beweglichkeit verbessern
  • Frühförderung – hier werden spielerisch Anreize zur Entwicklungsförderung gegeben
  • Ergotherapie – unterstützt das Erlernen von Alltagsverrichtungen wie Essen, Anziehen etc. ; fördert die Konzentration und Motorik
  • Logopädie – unterstützt die Sprachentwicklung, kann auch bei Schluckproblemen durch Förderung der Mundmotorik hilfreich sein
  • Motopädie – fördert Körperkoordination, Gleichgewicht und Muskeltonusregulation
  • Musiktherapie – fördert die Konzentration, kann auch bei Entwicklungsstörungen, Störungen des Sozialverhaltens, Angststörungen etc. helfen; sowohl rezeptiv (durch Hören von Musik) als auch aktiv (durch eigenes Musizieren)
  • Hippotherapie – kann zur Stabilisierung der Muskulatur beitragen und die Muskelspannung positiv beeinflussen, das Balancegefühl wird verbessert; die Beschäftigung mit dem Pferd bewirkt oft mehr Ruhe und Konzentration
  • Sensorische Integrationstherapie – Kinder mit FASD sind oft reizüberflutet, können Sinneswahrnehmungen nicht filtern; diese Therapie kann helfen, Reize besser zu verarbeiten und zielgerichtet darauf zu reagieren.
  • Konzentrative Bewegungstherapie – Ziel dieser Therapie ist, alte(„falsche“) Verhaltensmuster aufzuarbeiten und mit neuen Verhaltensmustern zu belegen, es ist eine intensive psychotherapeutisch Arbeit mit dem Kind, wobei auf seine Bedürfnisse und Fähigkeiten eingegangen wird
  • Medikamentöse Therapie – Medikamente wie z.B. Methylphenidate , können bei guter Dosierung helfen, dass sich die Kinder besser konzentrieren können, sich selbst besser spüren, Handlungsabfolgen umsetzen können und der Umgang mit ihnen insgesamt weniger stressbehaftet ist
  • Verhaltenstherapie – mit dieser Therapieform sollen Fähigkeiten gebildet und gefördert werden, die eine bessere Selbstregulation ermöglichen
  • Neurofeedback – Die Neurofeedback-Therapie ist eine Methode, bei der das “Netzwerk” im Gehirn trainiert wird. Per EEG-Ableitung werden die Gehirnströme am PC dargestellt. Der Patient lernt sein Verhalten dadurch zu steuern, dass er eine sofortige Rückmeldung – eben das EEG Biofeedback – über seine Aktionen erhält
  • Ernährung hat eine große Bedeutung – betroffene Eltern haben gute Erfahrungen mit gluten- und kaseinfreier Ernährung sowie dem Verzicht auf Zusatzstoffe und Zucker gemacht.